Begriff
Prolog
Warum wichtig?
Dieser Begriff ist ein Knoten im SengakujiWorks-Wissensnetz. Nutze Level 0 für die erste Einordnung, Level 1 für Praxis, Level 2 für technische Struktur und Level 3 für Grenzen, Fallstricke und Expertenkontext.
Prolog ist eine Programmiersprache, die auf Logik und Regeln basiert. Statt Schritt für Schritt zu sagen, wie etwas berechnet wird, beschreibt man Fakten und Beziehungen. Das System sucht dann passende Schlussfolgerungen.
Merksatz: Prolog programmiert mit Fakten, Regeln und Fragen.
Prolog eignet sich für Regelwerke, Wissensbasen, einfache Expertensysteme, Planungsprobleme und Sprachverarbeitung. Man fragt zum Beispiel: "Welche Person ist Vorfahr von X?" und Prolog kombiniert Fakten und Regeln, um Antworten zu finden.
Zentrale Konzepte sind Unifikation, Backtracking und Resolution. Prolog versucht, Ziele mit vorhandenen Fakten und Regeln passend zu machen. Wenn ein Pfad scheitert, springt es zurück und probiert Alternativen.
Prolog wirkt elegant, kann aber bei unklaren Regeln, falscher Reihenfolge oder großem Suchraum langsam werden. Es eignet sich nicht für jede Alltagsanwendung. Stark ist es, wenn Beziehungen und Regeln wichtiger sind als imperative Ablaufschritte.
Quick-Check
Was unterscheidet Prolog von vielen anderen Sprachen?
Man beschreibt Fakten und Regeln, statt jeden Rechenschritt imperativ vorzugeben.Was ist Backtracking?
Prolog springt bei einem Fehlschlag zurück und probiert eine andere Möglichkeit.Was ist eine typische Falle?
Regeln so zu formulieren, dass der Suchraum explodiert oder unendliche Rekursion entsteht.