Zurück zur Übersicht

Begriff

ClusterIP

Kubernetes Networking S2
2 Quellen 0 Lernpfade 0 Backlinks enriched

Warum wichtig?

Dieser Begriff ist ein Knoten im SengakujiWorks-Wissensnetz. Nutze Level 0 für die erste Einordnung, Level 1 für Praxis, Level 2 für technische Struktur und Level 3 für Grenzen, Fallstricke und Expertenkontext.

In einem Kubernetes-Cluster laufen deine Anwendungen in Pods. Pods sterben ständig und starten neu (Updates, Abstürze). Dabei bekommen sie jedes Mal eine neue IP-Adresse. Das ist ein Problem: Wie soll deine "Frontend"-App die "Datenbank"-App anrufen, wenn sich deren IP jede Minute ändert? ClusterIP ist die Lösung. Es ist eine stabile, "magische" IP-Adresse, die sich nie ändert. Kubernetes gibt sie deinem Service. "Ruf einfach 10.96.0.1 (die ClusterIP) an. Wir leiten dich automatisch an den aktuell laufenden Pod weiter." Es ist der interne Telefonbucheintrag im Cluster.

Merksatz: Der Standard-Service-Typ in Kubernetes, der eine cluster-interne, stabile IP-Adresse zuweist, um den Traffic auf eine Gruppe von Pods zu verteilen (Load Balancing). Von außen (Internet) nicht erreichbar.


Quick-Check

  1. Kann ich ClusterIP vom Internet erreichen?
    Nein! Sie ist strikt intern (RFC 1918 Private Ranges, meist 10.x.x.x im Service CIDR). Um von außen reinzukommen, brauchst du NodePort, LoadBalancer oder Ingress.
  2. Was passiert, wenn alle Pods tot sind?
    Die ClusterIP existiert noch, aber die Verbindung läuft ins Leere (Connection Refused oder Timeout), weil iptables kein gültiges Ziel (Endpoint) mehr hat.
  3. Session Affinity?
    Standardmäßig ist es "Round Robin" (Zufall). Du kannst sessionAffinity: ClientIP setzen, dann landet die gleiche Source-IP immer beim gleichen Pod (bis zum Timeout). Wichtig für Caching.