Begriff
Wearables
Warum wichtig?
Dieser Begriff ist ein Knoten im SengakujiWorks-Wissensnetz. Nutze Level 0 für die erste Einordnung, Level 1 für Praxis, Level 2 für technische Struktur und Level 3 für Grenzen, Fallstricke und Expertenkontext.
Wearables sind Computer, die du am Körper trägst (wie Kleidung). Sie sind der persönlichste Teil des "Internet of Things".
- Smartwatch (Apple Watch): Zeigt Nachrichten, misst Puls.
- Fitness-Tracker (Fitbit): Zählt Schritte.
- Smart Glasses (Ray-Ban Meta): Macht Fotos, zeigt Infos im Sichtfeld.
- VR-Headset (Quest): Entführt dich in digitale Welten.
Sie sammeln permanent Gesundheitsdaten und sind meistens per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt.
Merksatz: Tragbare elektronische Geräte, die Computertechnologie in Kleidung oder Accessoires integrieren.
Der Hauptnutzen ist Health Tracking. "Quantified Self" – Das Vermessen des eigenen Körpers. Moderne Uhren erkennen Vorhofflimmern (EKG), Blutsauerstoff und Schlafphasen. Sie retten leben (Notruf bei Sturz), erzeugen aber auch Datenschutz-Probleme ("Darf meine Versicherung meine Pulsdaten sehen und Beiträge erhöhen?").
1. Energie-Effizienz
Das größte Problem: Der Akku. Eine Uhr hat extrem wenig Platz. Deshalb nutzen Wearables ultra-stromsparende Chips und Bildschirme (OLED/LPTO), die sich dimmen. Daten werden selten synchronisiert, um Strom zu sparen.
2. Sensor Fusion
Ein einzelner Sensor ist ungenau. Schrittzähler nutzen "Sensor Fusion": Sie kombinieren Beschleunigungssensor (Wackeln), Gyroskop (Drehung) und GPS (Strecke), um zu raten: "Er joggt gerade" vs. "Er putzt Zähne".
1. PPG (Photoplethysmogramm) Technologie
Wie misst eine Uhr dein Herz? Sie nutzt grünes LED-Licht auf der Unterseite. Blut ist rot, weil es rotes Licht reflektiert und grünes Licht absorbiert. Wenn dein Herz schlägt, fließt mehr Blut durch dein Handgelenk -> mehr grünes Licht wird absorbiert. Die Uhr misst dieses Flackern hunderte Male pro Sekunde. Probleme für Experten: Tattoos oder dunkle Hauttypen können das Licht blockieren oder streuen, was die Messung ungenau macht. Moderne Wearables nutzen daher oft zusätzliche Infrarot-Sensoren für eine höhere Präzision.
2. BLE & GATT Profile
Wearables kommunizieren fast immer über Bluetooth Low Energy (BLE).
Dabei nutzen sie das GATT-Profil (Generic Attribute Profile).
Daten werden nicht als "Stream" gesendet, sondern als kleine Merkmale (Characteristics).
Zum Beispiel hat die Uhr die Characteristic "Herzfrequenz" (UUID: 0x2A37). Das Smartphone "abonniert" diesen Wert. Die Uhr sendet nur dann ein Paket, wenn sich der Wert ändert. Das ist der Grund, warum eine Smartwatch Wochen durchhält, während klassisches Bluetooth den Akku in Stunden leeren würde.
3. Edge Computing am Handgelenk
Früher waren Wearables "dumme" Sensoren, die alle Daten ans Handy schickten. Heute betreiben sie Edge Computing. Die KI-Algorithmen zur Erkennung von Stürzen oder Herzrhythmusstörungen laufen direkt auf dem winzigen Prozessor der Uhr. Vorteil:
- Datenschutz: Die Rohdaten verlassen den Körper nie.
- Geschwindigkeit: Ein Notruf bei einem Sturz muss sofort erfolgen, auch wenn das Handy gerade keine gute Verbindung hat oder das Bluetooth laggt.
Quick-Check
Sind Bluetooth-Kopfhörer (AirPods) Wearables?
Ja, man nennt sie auch "Hearables". Sie haben Computer-Chips, Mikrofone und manchmal sogar Pulsmesser eingebaut.Was ist ein "Smart Ring" (Oura)?
Ein Ring voller Sensoren. Diskret für Leute, die keine Uhr tragen wollen. Misst Schlaf oft genauer als Uhren.Werden wir alle Cyborgs?
Wearables sind der erste Schritt. Implantate (wie Neuralink) wären der nächste (In-Body). Wearables sind "On-Body".