Zurück zur Übersicht

Begriff

RDMA (Remote Direct Memory Access)

Networking High Performance Computing S4
2 Quellen 0 Lernpfade 1 Backlink enriched

Warum wichtig?

Dieser Begriff ist ein Knoten im SengakujiWorks-Wissensnetz. Nutze Level 0 für die erste Einordnung, Level 1 für Praxis, Level 2 für technische Struktur und Level 3 für Grenzen, Fallstricke und Expertenkontext.

Kopieren ist langsam. Normales Netzwerk (TCP/IP): Server A liest RAM -> CPU kopiert in Buffer -> Netzwerkkarte sendet. Server B empfängt -> CPU kopiert in Buffer -> CPU schreibt in RAM. Cpus auf beiden Seiten sind beschäftigt. RDMA erlaubt Server A, direkt in den RAM von Server B zu schreiben. Ohne dass die CPU von Server B überhaupt aufwacht! Das macht die Netzwerkkarte (HCA) komplett alleine. Die Latenz ist mikroskopisch (1-2 Mikrosekunden). Der Durchsatz riesig. Standard im Supercomputing (HPC) und modernen AI-Clustern (GPU zu GPU).

Merksatz: Eine Technologie, die den direkten Speicherzugriff von einem Computer in den Speicher eines anderen Computers über das Netzwerk ermöglicht, ohne das Betriebssystem oder die CPU der beteiligten Rechner zu belasten.


Quick-Check

  1. Sicherheit?
    Gefährlich. Wenn ich wahllos in deinen RAM schreiben darf, hacke ich dich. RDMA nutzt "Protection Domains" und "Keys", damit man nur in erlaubte Puffer schreibt.
  2. Latenz?
    Unschlagbar. TCP Ping: 20-50 µs. RDMA Ping: 1 µs.
  3. NVMe-oF?
    NVMe over Fabrics. Festplattenzugriff über Netzwerk. Mit RDMA fühlt sich die Remote-SSD an wie eine lokale SSD.