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Begriff

Linux Namespace

Linux Kernel S3
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Warum wichtig?

Dieser Begriff ist ein Knoten im SengakujiWorks-Wissensnetz. Nutze Level 0 für die erste Einordnung, Level 1 für Praxis, Level 2 für technische Struktur und Level 3 für Grenzen, Fallstricke und Expertenkontext.

Stell dir vor, du wohnst in einem Haus (Server) mit vielen Zimmern. Normalerweise können alle in den Flur schauen und sehen, wer sonst noch da ist. Namespaces sind wie magische Zimmer. Wer im Zimmer "Container A" sitzt, glaubt, er sei alleine im Haus. Er sieht keine anderen Bewohner. Er sieht eine eigene Uhr, eigene Möbel (Festplatte), eigene Fenster (Netzwerk). Für den Hausmeister (Kernel) wohnen aber alle im selben Haus. Das ist der Trick hinter Containern: Die Prozesse laufen auf dem gleichen Kernel, aber sie sehen unterschiedliche Welten.

Merksatz: Ein Feature des Linux-Kernels, das Systemressourcen (wie Prozess-IDs, Netzwerk, Mount-Punkte) so isoliert, dass Prozesse innerhalb eines Namespace den Eindruck haben, sie hätten das System für sich allein.


Quick-Check

  1. Sind Namespace Virtualisierung?
    Nein. Es ist Isolation. Es wird keine Hardware emuliert. Ein Syscall open() geht direkt an den Host-Kernel. Deshalb sind Container "Bare Metal" schnell.
  2. Was teilt man sich?
    Den Kernel! Und (ohne User NS) oft den User. Und Zeit (vor Kernel 5.6). Wenn der Kernel crasht (Panic), sterben alle Namespaces.
  3. Zombies im PID Namespace?
    Wenn PID 1 im Namespace stirbt, tötet der Kernel alle anderen Prozesse im Namespace (SIGKILL). Ein Namespace ohne PID 1 kann nicht existieren.