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Begriff

Configuration Drift

DevOps Infrastructure as Code S2
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Warum wichtig?

Dieser Begriff ist ein Knoten im SengakujiWorks-Wissensnetz. Nutze Level 0 für die erste Einordnung, Level 1 für Praxis, Level 2 für technische Struktur und Level 3 für Grenzen, Fallstricke und Expertenkontext.

Du installierst 10 Server am Montag. Alle sind identisch (Klon). Am Dienstag loggt sich Admin Bob auf Server 1 ein und ändert manuell (per SSH) eine Config-Datei ("Nur kurz testen"). Am Mittwoch installiert Admin Alice ein Update auf Server 2. Nach einem Monat sind alle 10 Server unterschiedlich. Das ist Configuration Drift. Die Realität (auf dem Server) weicht vom Plan (in der Dokumentation/Code) ab. Die Folge: "Auf meiner Maschine geht's, aber auf Prod crasht es." Oder: "Warum ist Server 3 langsamer?" Drift ist der Feind von Stabilität.

Merksatz: Das Phänomen, bei dem sich die Konfiguration von Servern oder Umgebungen im Laufe der Zeit schleichend verändert und voneinander abweicht, oft durch manuelle, undokumentierte Änderungen (Ad-hoc Fixes).


Quick-Check

  1. Sind Snowflakes süß?
    In der IT nein. "Snowflake Server" sind Server, die so individuell manuell konfiguriert wurden, dass niemand mehr weiß, wie man sie neu aufsetzt. Wenn sie sterben, ist Panik angesagt.
  2. Hilft Docker gegen Drift?
    Ja, enorm. Ein Container startet immer gleich (vom Image). Aber Achtung: Volumes (Daten) driften natürlich (Datenbank-Inhalt ändert sich). Config Drift ist im Container-Zeitalter seltener, aber auf der Host-Ebene (OS) immer noch ein Thema.
  3. Was ist "Configuration Management"?
    Tools wie Ansible, Puppet, Chef. Ihr Hauptzweck ist es, Drift zu bekämpfen, indem sie Server immer wieder in den definierten Zustand zwingen (Konvergenz).