Zurück zur Übersicht

Begriff

ARP (Address Resolution Protocol)

Networking Protocols S1
2 Quellen 0 Lernpfade 0 Backlinks enriched

Warum wichtig?

Dieser Begriff ist ein Knoten im SengakujiWorks-Wissensnetz. Nutze Level 0 für die erste Einordnung, Level 1 für Praxis, Level 2 für technische Struktur und Level 3 für Grenzen, Fallstricke und Expertenkontext.

Im Internet nutzen wir IP-Adressen ("Hausnummern": 192.168.1.5). Aber das Ethernet-Kabel (Hardware) versteht nur MAC-Adressen ("Seriennummern": AA:BB:CC:DD:EE:FF). Wenn dein PC eine Datei an 192.168.1.5 senden will, muss er wissen: "Welche Hardware (MAC) gehört zu dieser IP?" Er schreit ins Netzwerk: "HALLO! Wer hat die IP 192.168.1.5?" (ARP Request) Der Besitzer antwortet: "ICH! Meine MAC ist AA:BB:..." (ARP Reply) Jetzt kann dein PC das Paket adressieren und senden. Ohne ARP funktioniert kein lokales Netzwerk (IPv4).

Merksatz: Ein Protokoll, das eine logische IP-Adresse (Layer 3) in eine physische MAC-Adresse (Layer 2) auflöst.


Quick-Check

  1. Geht ARP übers Internet?
    Nein. ARP funktioniert nur im lokalen Kabelsegment (Broadcast Domain). Router leiten ARP nicht weiter. Im Internet nutzen Router Routing-Tabellen (BGP), kein ARP.
  2. ARP Cache Poisoning?
    Das gleiche wie Spoofing. Man "vergiftet" den Cache des Opfers mit falschen Zuordnungen.
  3. Proxy ARP?
    Ein Router antwortet stellvertretend für einen PC, der woanders liegt (z. B. hinter VPN). Der Router sagt "Schick's mir (meine MAC), ich leite es weiter."